Predigtstreik im Gespräch

Der Aufruf „Schweigen für den Frieden – Ein Predigtstreik“ sorgt über Zehdenick hinaus für Aufmerksamkeit. Im Gespräch mit Sibylle Sterzik von der Evangelischen Zeitung erläutert Pfarrer Andreas Domke, warum er Predigende und Gemeinden dazu aufruft, vom Weltfriedenstag am 1. September bis zum 30. September in Gottesdiensten bewusst auf die klassische Predigt zu verzichten. Stattdessen sollen die Friedensbotschaft der Bibel, Stille, Musik, Gebet und Austausch in den Mittelpunkt treten.

Domke beschreibt den Predigtstreik als bewusste Provokation: Das Schweigen solle ein Signal sein, „ein anderer Klang“ inmitten von Bedrohung, Angst, Gewalt und Abschreckung. Es gehe nicht darum, Gottesdienst zu ersetzen oder die Gemeinde ohne Gottes Wort zu lassen. Im Gegenteil: Der Gottesdienst ohne Predigt solle ein besonderer Gottesdienst sein. Menschen sollen auf ein Bibelwort hören, eigene Gedanken wahrnehmen und damit nicht allein bleiben. Darum gehört der Austausch nach dem Gottesdienst ausdrücklich zum Konzept.

Geplant sind außerdem zwei RedeRaum-Abende im Kloster Zehdenick, die Gelegenheit geben, die Fragen weiterzuführen: Am 9. September geht es um „Was sind Bibelworte wert?“, am 23. September um „Bekenntnisse der Kirche zum Frieden“, jeweils um 19 Uhr. 

Das ganze Interview ist bei der Evangelischen Zeitung erschienen.

Zum Interview auf  evangelische-zeitung.de